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Späße

Anna: “Hermann, wie geht es Dir?“ – Ich: „It goes so!” – “Anna, come You to right?” = Kommst Du zurecht? So fragte ich Anna auf dem Markt, da sie normalerweise kein Gemüse, sondern Brot verkauft.


Auf dem Wochenmarkt in Pforzheim wird auch Langos (Langosch gesprochen) verkauft. Und wie nennt sich das Gegenteil? Kurzmaul!


Südfrüchte, Südfrüchte, Südfrüchte! Warum immer nur Südfrüchte anbieten? Wie wäre es denn mal mit Nordfrüchten, wie z. B. der süßen, diamantglitzernden, kindskopfgroßen Alaskanas, dem weiß-silbrig geflammten Polarapfel, der robusten und nahrhaften Frostrübe, der klaren, durchscheinenden Eisbeere oder dem zarten, feinduftenden Schneekraut, den trockenen, mit Rauhreif überzogenen Schelf-Kräckern, den klebrig-süßen Eisberg-Gipferln und den mit zartem Pulverschnee bestreuten Weihnachtszapfen aus feinem Kristall-Eis? Und dazu ein Nippchen vom in tiefen Eislöchern langjährig gereiften grünlichblau schimmernden Kaltbrand mit erfrischend geringem Alkoholgehalt von unter 3 %!

Aber es gibt noch weitere Nordprodukte: z. B. die Polarlicht-Leselampen oder die Iglu-Kosmetikdöschen.


In Nußbaum, beim Bäcker, trank ich Kaffee. Der Schornsteinfeger kam auch rein und setzte sich neben mich. Ich fragte ihn: „Stimmt es, dass du schwarz arbeitest?“ „Kohlrabenschwarz sogar“, meinte er!


2015 in Spöck, wo wir auf der Straße auf den Beginn des Festumzuges warteten, an dem wir als Trachtengruppe teilnahmen:

- Grinsend sagte ich zu einem Falkner: „Du hast ja einen Vogel!“ – Er lächelte zurück und meinte: „Du, ich hab sogar zwei!“

- Zwei Falkner hatten je ein zahmes Frettchen, die man streicheln konnte und sehr schlanke Tierchen sind. Hinter mir ging jemand vorbei. Ich drehte mich zu ihm um und sah ein - Fettchen. Das r macht also schlank.

- Hinter uns der Frauenchor mit dem Lied: Der Duwag-wag, der Duwag-wag, der Duwag isch mei Läwe, der Duwag-wag, der Duwag-wag, der Duwag isch mei Freud. Un komm i ned in Himmel nei, so komm i halt danewe, so isch des hald, so isch des hald, so isch des Läwe hald! (Duwag = Tabak)

- Gegenüber lief ein schwarzer Hund vorbei. Er sah aus wie ein Schwein, hatte jedoch ein Hundemaul. So denke ich, daß es wohl ein Schweinehund war.


Ich fragte die junge Fleischereiverkäuferin unserem Stand auf dem Pforzheimer Wochenmarkt gegenüber: „Gell, du bist doch die Tochter deiner Mutter?“ – „Nein!“ – „Und ich hätte wetten können, daß du die Tochter deiner Mutter bist!“ – „Mit der habe ich doch überhaupt nichts zu tun!“ – Ich fragte sie, ob sie mir auch richtig zugehört habe. Sie stutzte einen Augenblick, überlegte und lachte. Sie dachte wohl, daß ich ihre Chefin meinte.


Auf dem Pforzheimer Wochenmarkt ging ich nebenan zum kleinen, dicken, italienischen Fischverkäufer. Ich ganz frech und laut: „Du, Deine Fische taugen aber auch nicht mehr zur Weiterzucht!“ – Er bauscht sich ganz auf und schimpft: „Was, was sagst du da?“ – „Na ja“, meinte ich, „die sind doch schon alle tot!“ – Sofort war er wieder runter von seiner Aufgeblasenheit!


Ein anderes Mal: „Du, muß ich Dir eigentlich einen Waffenschein vorlegen, wenn ich bei Dir einen Schwertfisch erwerben will?“ – Er guckte mich nur an; hatte die Frage gar nicht verstanden.


„Du Gabi, ich hätte eine Idee, wie du mehr verkaufen könntest. Du mußt es nur so machen wie die andern auch und dein Gemüse mit Gemüseglanzlack einsprühen.“ „Oh Hermann, da magst du wohl recht haben.“ Dann ich: „Aber Gabi, ich weiß doch gar nicht, ob es Gemüseglanzlack überhaupt gibt!“ „Ach Hermann, heutzutage gibt es doch alles!“


Wenn ich die Türe meines Mercedes auf oder zu mache, knackt es ganz schön laut. Irgend etwas mit der Türrasterung stimmt nicht. Ein Marktbestücker stand neben meinem Auto und ich machte die Türe 2x auf und zu, sodaß es jeweils richtig knallte. „Du“, sagte ich, „das habe ich mir bei Mercedes extra einbauen lassen. Das nennt sich „Akustische TüröffnungsBestätigung ATB“. Mit großen Augen guckte er mich an und sagte: „Was es heutzutage nicht alles gibt!“


Auf einem kleinen Kistchen auf unserem Stand ist ein Zettel dran, worauf steht: Proben. Ich sprach dieses Wort mehr Richtung französisch aus: Probén (Probeen). Dann fragte ich Kunden, ob sie wüßten, was Probeen sei. Niemand wußte es. Nur eine Kundin meinte: „Sie, ich glaube, das hatte ich schon mal von meinem Doktor verschrieben bekommen!“ – Anna: „Hermann, warum fragst du so was?“ „Da steht’s doch auf der Kiste!“ Anna: „Aber da steht doch „Proben“!“ „Ach ja? Habs dann wohl falsch betont ausgesprochen!“


Und wie begannen die Dummblödeleien auf dem Markt? Vor wenigen Jahren: es war Winter und auf dem Markt noch Nacht. Am Stand nebenan waren die Scheinwerfer auf Obst und Gemüse gerichtet. Die Tomaten glänzten wie Affenärsche. Ich zu einer Verkäuferin: „Sag mal, was habt ihr denn mit euren Tomaten gemacht, daß die so glänzen. Habt ihr die etwa eingefettet?“ – Sie: „Weiß nicht, muß ich erst fragen!“


Es war sehr heiß auf dem Markt. Weit über 30 Grad. Zur Käseverkäuferin meinte ich: „Du, wenn dein Käse beginnt zu zerlaufen, biete ihn einfach als Schmelzkäse an!“ – „Meine Kühlung funktioniert, die schafft das! Da brauchst du keine Angst haben!“


Altes Brot auf dem Markt wird als gereiftes Brot verkauft. Klar, dass ich nicht alt bin! Ich bin lediglich gereift!


Noch was: Auf dem Markt ist alles frisch. Es wird nur Frisches verkauft, egal wie alt es ist!


Ein neues Klo-Häuschen am Rande vom Markt wurde hingestellt. Da funktioniert sehr viel elektronisch. Kommt man hinein, wird man mit „Herzlich willkommen“ begrüßt. Man brauche auch keinerlei Befürchtungen haben, denn nach spätestens einer halben Stunde gehe die Türe wieder auf. Man darf sich also Zeit lassen!

  • Einmal mußte ich groß. Und die Frauenstimme versicherte mir nach der Begrüßung, daß die Toilette mikrobiologisch gereinigt worden sei. Gut gelaunt ging ich anschließend an Gabi’s Stand vorbei und sagte: „Jetzt habe ich dem Klohäuschen einen makrobiologischen Stinker hinterlassen, der jetzt wohl mikrobiologisch beseitigt wird!“
  • Ein ander Mal mußte ich sogar sehr dringend. Ich rein ins Häuschen, die Hose runter und rasch auf’s Töpfchen. Und dann guck ich auf die Straße hinaus auf die fahrenden Autos, saß da wie auf einem Präsentierteller. Da war ich wohl zu schnell und die Automatiktür noch nicht zu. Mit einem Satz war ich wieder runter vom Töpfchen und wartete geschützt in einer Ecke, bis die Türe endlich zu war.

Alwin, der auch mittwochs meist ins Bauschlotter Klubhaus geht, legt mich mit seinen speziellen Witzchen immer rein. Einmal, nach dem Markt, fuhr ich zum Klubhaus. Auf dem Parkplatz stand nur Alwins Audole. Ich ging ins Lokal, und tatsächlich war Alwin der noch einzige Gast. Ich ging zu ihm hin und sagte schimpfend, ohne ihn zuvor zu begrüßen: „Du Alwin, warum stellst du dein Auto so dicht neben meines, daß ich zum Aussteigen die Türe öffnen mußte?“ – „Aber Hermann, i moin, wo i komme ben, do bisch du no ned dogschdanne!“ – Recht hatte er! Und bevor ich aus dem Auto steige, öffne ich immer zuvor die Autotüre, ausnahmslos!


Spargel : „Wieviel Kilogramm von dem „Spar-Gel“ muß ich denn kaufen, wenn ich dadurch 10 € einsparen möchte?“ So fragte ich am Stand nebenan. Ich hätte mir’s denken können, denn die guckten mich nur doof an und schnallten überhaupt nicht, was ich da soeben fragte.


Lactose: Da las ich doch auf einem Schild: Ohne Lactose. „Leute,“ sagte ich, „ihr beherrscht überhaupt kein Deutsch! Lack schreibt man mit ck und Dose mit einem weichen D am Anfang!“


Spektakel         oder      Speckdackel?


Unser Dirigent Andreas gibt immer damit an, wie viele Stellen nach dem Komma er die Zahl Pi kennt. Und so machte ich mir Gedanken darüber, wo dieses Pi überall vorkommen könnte:

  • Pi-Kant: Deutscher Philosoph, der auch für seine mathematischen (= pimatischen) Fähigkeiten bekannt war!
  • Pimatik: Zweig der Mathematik, der sich ausschließlich mit runden und     abgerundeten Werten beschäftigt; es ist jedoch auch die Fähigkeit, sich gedanklich im Kreise zu drehen, ohne je eine Lösung für ein Problem zu finden. Der Name des zugehörigen Krankheitsbildes ist Pisomatik. Ein Pisomatiker lebt die Pimatik als chronisch Erkrankter (volkstümlich: -> Däumchendreher).
  • Pi-Lot: Altes deutsches Mengenmaß mit etwa ganz genau 3,14 . . . Litern
  • Pi-Rat: Mensch, der die genaue Zahl PI ständig vergisst und immer wieder neu erraten muß.
  • Pi-Bell: Gutes, kleines, kreisrundes, französisches Käserädchen.
  • Pi-Galle: kugelrund aufgeblasene und schmerzhafte Galle.
  • Pi-Ment: Kurzer Augenblick, der ganze 3,14 . . . Sekunden dauert; im Gegensatz zu dem zum metrischen System gehörenden Mo-ment, der genau 1 Sekunde hat.
  • Pi-nache (frz.) ausgesprochen ‚Pinasch’: Kleine, runde und naschbare Kuchenstückchen aus der Gemeinde Pinache. -> Siehe auch ‚Naschkuchen’, der in der Kugelhupf-Form gebacken wird.
  • Pi-pi: Urinablaß, der aus lauter gelben und pi-runden Tröpfchen besteht
  • Pi-stall: Wort mit zwei Bedeutungen: 1. atomare Großmolekülstruktur, die im Gegensatz zu den kristallinen, kantigen und ebenflächigen Strukturen (siehe Kri-stall) ausschließlich runde Kanten und gewölbte Flächen aufweist. 2. Keltisch-schamanische runde, kuppelförmige, stallähnliche Meditationshütte aus Rundhölzern.
  • Pi-Stole: Geklaute, kleine Schußwaffe mit dem Standard-Kaliber 3,14“.
  • Pi-toresque: Hübsch anzusehender kleiner, runder Torbogen.
  • Pi-Wo: Frage eines Russen, wo es Bier (= Piwo) zu trinken gibt.
  • Pi-xels: Kleine, in alter, verzuckerter Marmelade zu findende, kreisrunde Zuckerkörnchen. Diese Mehrzahl ‚xels’ (Einzahl ist Pi-xel) kommt vom schwäbischen Xels für eine Mehrfrüchtemarmelade. Die Singularform, also Marmelade von z. B. nur einer einzelnen Kirsche oder Erdbeere, nennt sich überbegrifflich Xel (z. B. Kiwixel, Marmelade einer einzelnen Kiwi).

Rathaus schreibt sich noch nach alter, deutscher Art mit th. Und warum heißt es Rathaus? Weil die da drinnen nichts wissen. Sie raten lediglich!


Kreisverkehr: Art des Partnertausches in zuvor festgelegter rechts- oder linksgehender Reihenfolge.


Beim Fest des Nußbaumer Fußballvereins ging eine Frau mit ihrem schwarzen Hund an mir vorbei. Da dachte ich an den Spaß mit dem Kaminfeger. Ich, etwas streng: “Haben sie den Hund etwa schwarz gekauft?“ – Erschrocken und wie ertappt blieb die Frau stehen. Ich grinste sie an. Nach einer Weile, in entschuldigendem und erleichtertem Ton: „Sie, der war von Anfang an schwarz!“


Datteln: Da gehe ich an Rolfs Stand vorbei und sehe den Karton mit den Datteln. „Sag mal, wieso verkauft ihr so sehr vertrocknete und verrunzelte Zwetschgen?“ – „Aber das sind doch Datteln! Kennst du die nicht?“, erläuterte mir Rolfs neue Gehilfin.


Meine einzige, selbst geschöpfte Bauernweisheit:

„Wenn hoch die Sonn’ am Himmel steht, die Nacht noch folgt, wenn auch sehr spät!“

Leider stimmt die Regel im Winter nicht exakt. Da wird die Nacht oftmals schon recht früh hereingebrochen!


Beim Fischmann, dem Italiener, sprechen sie sehr oft italienisch. So bin ich zu seinem Helfer, der sehr nett ist und mit dem ich mich auch sehr gut verstehe, gegangen und sagte: „Ich habe dir jetzt eine ganze Zeitlang zugehört, und ich muß sagen, daß du ein hervorragendes Italienisch sprichst. Sag mal, wo hast du dieses denn gelernt? Bist du etwa auf die Volkshochschule gegangen?“ – „Ne, des is Natur!“ meinte er!


Aufgebläht: Am Samstag vormittag, ca. 7 Uhr 30, vor dem Bäckerverkaufswagen. Rechts neben mir eine Frau von einem anderen Marktstand. Wir gucken zum Brot hinter der Glasscheibe. Ich: „Du, do wär i awer vorsichtig mit dem Brot. Des isch vom Backe ganz uffbläht!“ Eine Weile ist Ruhe. Dann sie, lachend: „Hey du! Ha du hasch doch bloß teschde g’wellt, ob i scho wach ben!“


Tomaten sind nicht immer nur kugelrund und groß. Es gibt auch kleine. Und so wollte eine Kundin ‚kleine Tomaten’, im Dialekt ‚Tomädle’, kaufen. Tomädle sind kleine, weibliche Tomaten. Die männlichen nennt man Tobüble.


Klar: Ja, ich weiß: Es gibt den Kar-Freitag, die Kar-Woche, aber auch die Kar-Toffel und den Pan-Toffel. Nur: Was meint man mit Toffel?


Am Bäckerstand im Netto in Bad Liebenzell: Die Brezeln waren gerade aus dem Ofen, und die Verkäuferin meinte zu ihrem jungen Kollegen, daß er schon mal die Brezeln mit Butter bestreichen könne. Ich meinte zu ihm, daß es sicherlich besser sei, wenn er dafür hitzebeständige Butter nähme. Er nickte leicht, guckte mich dann aber doch etwas verdutzt an.


„Mußt du heute den ganzen Käse (= Mist) alleine verkaufen?“, fragte ich die junge Verkäuferin. „Ja, aber nur bis neun Uhr“. – Nun, das war jetzt kein Witz, denn sie hatte tatsächlich nur Käse zu verkaufen, aber der hat durchaus zwei Bedeutungen.


Spätzle

Da warb das Schild ganz groß: „Original schwäbische Spätzle!“ – Nun weiß ich, daß Spätzle vom Spätzlesbrett herunter ins heiße Wasser geschabt werden. Müßte es dann nicht richtigerweise „Original schäbige Spätzle heißen?“


Willkommen: Viele Leute haben vor ihrer Haus- oder Wohnungstüre einen Fußabtreter liegen, auf dem „WILLKOMMEN“ steht. Wären die Leute konsequent, läge auch von innen, also hinter der Türe, solch ein Abtreter, aber mit der Aufschrift „WILLGEHEN“.


ver: Dies ist eine Vorsilbe, der meist ein Tun-Wort folgt; z. B.:
verdienen – ver und dienen oder
versuchen – ver und suchen oder
verbinden – ver und binden usw.
aber
verlieren – ver und lieren
Wenn ich jetzt nur wüßte, was mit lieren gemeint ist!


Und dies ist jetzt eigentlich kein Spaß: In Nizhni Nowgorod (Rußland) meinte ein Sprachwissenschaftler zu mir, daß im Deutschen ver auch gerne bedeutet. Wenn ich also z. B. meinen Autoschlüssel verliere, habe ich dies gerne getan, denn dann darf ich zu Fuß nach Hause gehen. Und dies kommt meiner Gesundheit zugute, wenn es nicht gerade in Strömen regnet und nach den Füßen die Nase zu laufen beginnt. Bei dem Wort verdienen macht diese Bedeutung dann schon eher Sinn: Ich diene gerne.


Baby: So nennen sich im Englischen die ganz kleinen Menschlein. Im Französischen heißen sie „Bébé“. Und im Schwäbischen? Ganz bestimmt „Bäbä“. Aber dies klingt nicht fein. Besser find' ich dann schon „Scheißerle“.


Chef: gesprochen: Scheff; von Italienern: Scheffe.

Auch über die Bedeutung dieses Wortes machte ich mir Gedanken. Ich denke es kommt von „scheffeln“. Nur, was wird der Chef wohl scheffeln wollen? – Richtig: Geld!


Mütze: Es ist schon recht kalt auf dem Markt. Eine Kundin steht neben mir und meint: „Bei dieser Kälte muß ich mir unbedingt eine Mütze aufsetzen.“ Ich: „So etwas brauche ich als Hitzkopf nicht!“ Da lachte die Frau und meinte: „Der war jetzt richtig gut!“


Dem Mädchen vom Käsestand sagte ich, daß ich Rohköstler sei (stimmt jetzt nicht ganz!) und ich mir ein Käsefondue zubereiten möchte. Ob sie mir einen guten, würzigen und auch passenden Schmelzkäse empfehlen könne? Da ist sie richtig aufgelebt und begann mit Begeisterung, mir ihr Wissen unter Beweis zu stellen, und sie deutete immer auch auf den jeweiligen Käse. Endlich jemand, der sich für die Vielfalt der einzelnen Käsesorten interessiert!

Ich ließ sie eine Weile reden und fragte sie dann, ob sie überhaupt wisse, was ein Rohköstler sei? Nein, sie wußte es nicht, sodaß ich es ihr kurz erklärte. - Schade, mit dem Fondue wurde es nun doch nichts!


Es ist schon etliche Jahre her, da fragte ich alle möglichen Leute, ob sie schon einmal eine Bildröhre gesehen hätten. Flachbildschirme waren zu dieser Zeit sehr teuer und eine Ausnahme.

Ja, meinten die meisten, das ist doch auch wie so eine kleine (Glüh)birne und deuteten mit den abspreizten Fingern Daumen und Zeigefinger die Größe an. Na ja, irgend wie schon richtig, nur eben nicht ganz! Die Bildröhren sind richtig schwere, luftleere Glaskolben auf denen bis zu etwa 40 Tonnen Druck lasten. Und von einer möglichen Implosion solcher Röhren(geräte) hatten die meisten ja schon gehört!

Für mich ist interessant, welche Bilder sich die Menschen von Dingen machen, die sie nicht wirklich kennen!


Da ich momentan kein eigenes Auto habe, bin ich auf das meines Sohnes Matthias angewiesen. Nur kam er heute leider zu spät von der Arbeit nach Hause, sodaß es mir zeitlich nicht mehr in die Singstunde nach Pforzheim reichte. Was mit dem angebrochenen Abend machen? Da kam es passend, daß ich mich selbst spontan zu einem Abendessen einlud. Ich sagte auch sofort zu, denn das Lokal Allegro durfte ich mir zudem selbst aussuchen.

Die weibliche Bedienung im Allegro in Pforzheim war jung und sehr nett! Als ich schließlich bezahlen wollte und sie neben mir stand, fragte ich sie: "Sie haben doch bestimmt einen ganz tollen Freund?" - "Ja!" sagte sie. "Und was würde der sagen, wenn er erfährt, daß Sie von einem fremden Mann Geld annehmen?" - "Der weiß doch, wo ich schaff!" Das war ihre schnelle und kurze Antwort!


Der Verkaufswagen unserem Stand gegenüber, wird von einem älteren Herrn zum Markt gefahren. Dieser hatte schon einen Schlaganfall und tat sich daraufhin schon recht schwer mit der Arbeit, die er zu verrichten hat. Und dieses Früjahr war er richtig krank. Man sah es ihm an, denn er konnte sich kaum auf den Beinen halten. Man bat mich, ihn doch bitte nach Hause zu fahren. Dieser kleiner Liebesdienst war für mich selbstverständlich. Und so frage ich immer wieder, wie es ihm denn geht. "Oh je", meinte er einmal, "heute Morgen hatte ich so große Schmerzen in meiner Ferse wegen einem Fersensporn. Ich glaube, ich erschieße mich noch!" - "Dann nimmst Du am besten eine Wasserspritzpistole!", erwiderte ich, "die ist nicht so gefährlich!"


Ohrenbesen

Putzt man seine Ohren, also den Gehörgang, nicht regelemäßig, dann sammelt sich dort allmählich viel Staub wie auf einem polierten Wohnzimmerschrank an.

Am Sonntag, den 30. September, waren wir mit der Volkstanzgruppe im Freilandmuseum Wackershofen mit zwei Auftritten. Interessant ist dort immer der zugehörige, urige Markt. So konnte ich bei einem Besenbinder einen Staubbesen und auch einen Besen gegen Spinnenhuddeln erwerben.

Und da kam mir die Idee, doch auch mal nach einem Ohrenbesen zu fragen. Und wie ich schon dachte: Diesen hatte der Besenbinder nicht im Programm. Die Notwendigkeit eines solchen Instrumentes sah er wohl ein und bot mir statt dessen als Ersatz seine kleinste Flaschenbürste an. Nun, die war mir nun doch zu grob und zu dick (mein Gehörgang ist recht filigran)!

Mal sehen: Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr und ich bekomme meinen Ohrenbesen!


Dies soll in einer Brettener Firma nach dem Krieg geschehen sein:

Da die Geschäfte nicht so liefen wie gewünscht war es dieser Firma nicht möglich, den Mitarbeitern Weihnachtsgeld zu bezahlen. Und so rief der Firmeninhaber seine Leute zu einer Betriebsversammlung zusammen und schilderte die Lage des Unternehmens.

Ja, er wäre wirklich froh, wenn er Weihnachtsgeld bezahlen könnte; aber dies gehe nun mal leider nicht. Und trotzdem wolle er seinen Mitarbeitern eine Freude bereiten. Und wenn Jemand eine Idee dazu hätte, wäre er sehr dankbar. Aber natürlich sollte es so gut wie nichts kosten, jeden erfreuen, und wenn es in der Zeitung stünde, wäre es ganz prima!

Da meldete sich ein Lehrling und sagte: "Lieber Chef, kaufe dir einen Strick und hänge dich daran auf! Dies ist recht billig und es erfreut jeden. In der Zeitung wird es bestimmt auch stehen!"

Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, ob der Lehrling dadurch Nachteile bekam. auf jeden Fall hat der Chef recht dumm dreingeblickt!