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Freundinnen

Nun, nicht daß du denkst, ich sei so ein richtiger Schwerenöter! Nein, als Kind war doch alles so harmlos! - Lies doch selbst!


Brigitte Rösch

Meine Mutter war wohl mit Frau Rösch befreundet, und sie gingen öfter miteinander spazieren. Sie schob ihre Tochter Brigitte und meine Mutter mich im Kinderwagen. Und einmal wurden wir, schräg gegenüber einem Bekleidungshaus nahe der Kirche in Schömberg nebeneinander "abgestellt". Die beiden Mütter gingen in das Bekleidungshaus. So konnte ich mich mit Brigitte, die neben mir im anderen Kinderwagen lag, unterhalten. Sehen konnten wir beide uns nicht, denn die Seitenwände der Kinderwägen waren zu hoch. Und wir lagen auf dem Rücken und schauten zum Himmel. Da meinte Brigitte, daß sie einmal so groß sein wolle, bis zu den Stromleitungen über uns. Und ich antwortete ihr, daß es mir ausreicht, wenn ich mal so groß werde wie meine Mama.

Ich weiß gar nicht, wie wir uns als so kleine Kinder überhaupt unterhalten konnten!

Später, als Kindergartenkind, war ich einige Male bei Familie Rösch zuhause; weiß noch, wo sie in Schömberg wohnten. Aber sie zogen nach Mannheim und ich sah die Brigitte nie mehr.

Aber immer wieder fragte ich meine Mutter nach ihr. Nur, es nutzte ja nichts!


Esta Zimmermann

"Mädchen, möchtest du meine Freundin sein?" So sprach ich in Schömberg ein mir fremdes Mädchen an. Eine Widerrede von ihr gab es nicht. Klar! Die Esta hatte ja niemanden zum Spielen. Und wir beide, so etwa 5 bis 6 Jahre alt, besuchten ihre Mutter im Sanatorium. Estas Mutter war schon wieder so weit gesund, daß sie im Freien im Liegestuhl an der frischen Luft sein durfte. Und ganz dicht bei der Liege im Sanatoriumsgarten dabei war auch eine Kinderschaukel, wo Esta und ich zur Freude ihrer Mutter doch recht riskant und lachend abwechselnd schaukelten.

Nun leider war auch diese kleine Kinderfreundschaft bald zu Ende, denn Estas Mutter durfte wieder nach Hause nach Bruchsal zusammen mit ihrer Tochter.

Wie gerne hätte ich Esta in Bruchsal besucht. Nur, wie sollte ich als Kind da hinkommen? Und eine Adresse kannte ich ja auch nicht!


Freundin aus Bischheim


Hannelore S.


Magdalena B.