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Die alten Rittersleut

1. Ging ein Ritter mal auf Reisen, legte er sein Weib in Eisen.
Doch sein Knappe Friederich, hatte einen Dieterich.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

2. Und der Ritter Alexander, rutscht mal übers Stiegenglander,
unten stand stand ein Nagel vor, jetzt singt er im Knabenchor.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

3. Und die Rittersfrau Johanna, war von einem Neger schwanger.
Ihr war's wurscht, ob schwarz ob weiß, die Hauptsach isch, es wird koa Preiß.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

4. Auf dem alten Schloß da droben, hams gar manche Nummer g'schoben.
Und das Rittersfräulein Emma, isch gar net mehr zum Aufsteh'n kemma.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

5. Und das Rittersfräulein Hilde, mei Gott nochmol, war des a Wilde.
Anstatt die Brucken runterz'lassen, hat's die Ritter drüberlassen.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

6. Und der Ritter Kunikul, Herrgott war der Deibel schwul.
Hat sich hinten a Draht einbaut, daß ab und zu der Blitz neihaut.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

7. Wollt ein Ritter einmal schnaxeln, mußt er aus der Rüstung kraxeln.
Dabei war ihm die Lust verdorben, drum sind sie heut auch ausgestorben.
(Das war ihm zu beschwerlich worrn, drum sind sie heut auch ausgestorb'n.)
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

8. Hat ein Ritter den Katarrh, damals warn die Mittel rar,
er hat geräuspert, gschneuzt und grotzt, und zur Schießschart aussikotzt.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

9. Ließ ein Ritter einen fahren, war's ihm in der Rüstung warm,
doch das macht ihm gar nichts aus, er ließ ihn zum Visier hinaus.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

10. Und das Ritterfräulein Gstasi, das war kimmer bleich und kasi.
Und als die einen Sohn gebar, steckt sie ihn gleich ins Ofenrohr.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

11. Und der Ritter Franz vom Stein, schlief des Nachts uffm Scheißhaus ein,
da kam die alte Fraun vom Kunzen, sagt geh aussi und laß mi a mol brunzen.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

12. Gsoffen hams und des recht viel, aus die Eimer Wein und Bier.
Und wann's dann gnug gsoffen ghabt, dann sans unterm Tisch rumgflackt.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

13. Und das Fräulein Kunigund, das hatte einen Pudelhund.
Und der hat es besser könna, als die alten Rittersmänna.
Ja so warn's, ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut
Ja so warn's, ja so warn's die olden Rittersleut.

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